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	<title>aufmerksamkeit Archive - Instant Psycho!</title>
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		<title>Wie uns unter Beobachtung schwere Dinge schwerer fallen</title>
		<link>https://instantpsycho.de/wie-uns-unter-beobachtung-schwere-dinge-schwerer-fallen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Julian Cunow]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 19 Jun 2021 12:19:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Magazin]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es ist ein normaler Tag im Büro, wie jeder andere auch. Aber heute ist etwas anders! Ein Kollege wird eingearbeitet und schaut bei der täglichen Arbeit über die Schulter.</p>
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<p>Es ist ein normaler Tag im Büro, wie jeder andere auch. Aber heute ist etwas anders! Ein Kollege wird eingearbeitet und schaut bei der täglichen Arbeit über die Schulter. Das führt dazu, dass einige Aufgaben heute besonders schwerfallen. Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Arbeiten unter Beobachtung und der verändert wahrgenommenen Leistung?</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Ausgang von dominanten Reaktionen kann besser vorhergesagt werden</h2>



<p>Mit diesem Thema beschäftigt sich die Triebtheorie nach Zajonc (1965). Er unterteilt unsere Reaktionen auf Situationen in dominante Reaktionen und nicht-dominante Reaktionen. Eine dominante Reaktion ist eine Reaktion, die uns vergleichsweise leichtfällt, da wir auf positive Erfahrungen aus der Vergangenheit zurückblicken können. Eine nicht-dominante Reaktion ist eine Reaktion, bei der wir zunächst gehemmt sind. Es gibt noch keine tieferen Erfahrungen aus der Vergangenheit, wie der Ausgang der Situation unter Ausführung dieser Reaktion aussehen könnte.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="558" height="419" src="https://i0.wp.com/instantpsycho.de/wp-content/uploads/2021/06/triebtheorie.jpg?resize=558%2C419&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-303" srcset="https://i0.wp.com/instantpsycho.de/wp-content/uploads/2021/06/triebtheorie.jpg?w=558&amp;ssl=1 558w, https://i0.wp.com/instantpsycho.de/wp-content/uploads/2021/06/triebtheorie.jpg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/instantpsycho.de/wp-content/uploads/2021/06/triebtheorie.jpg?resize=16%2C12&amp;ssl=1 16w" sizes="(max-width: 558px) 100vw, 558px" data-recalc-dims="1" /><figcaption>Das Modell der Triebtheorie nach Zajonc (1965)</figcaption></figure>



<p>Zajonc hat die Hypothesen überprüft, dass uns bei bloßer Anwesenheit anderer einfache Aufgaben oder gut gelernte Aufgaben einfacher fallen und dies zu einer besseren Leistung führt. Die zweite Hypothese ist, dass uns bei bloßer Beobachtung nicht gut gelernte Aufgaben oder schwierigere Aufgaben schwerer fallen, die Leistung also schlechter sein wird. Dies konnte er in Untersuchungen bestätigen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Begrenzte Aufmerksamkeit und Bewertungsangst führen zur Hemmung vor nicht-dominanten Reaktionen</h2>



<p>Als Begründung führt er allgemein an, dass wir unter Beobachtung eher dazu tendieren, dominante Reaktionen zu zeigen. Da wir hier selbstsicher sind, da wir ja bereits Übung haben, gehen wir dies besonders konzentriert und zielstrebig an, sodass die Leistung besser ausfällt als ohne die Beobachtung. Bei schwierigen Aufgaben neigen wir dazu, auch vermehrt dominante Reaktionen zu zeigen, wenn wir beobachtet sind. Dadurch entfallen komplexere Herangehensweisen, die zu einer besseren Problemlösung führen könnten. Hintergrund hiervon ist zum einen, dass es zu einem Aufmerksamkeitskonflikt kommt. Einerseits richtet sich ein Teil der Aufmerksamkeit auf den Beobachteten, andererseits auf die Aufgabe. Da die Aufmerksamkeit an begrenzte kognitive Ressourcen gebunden ist, können dominante Reaktionen einfacher ausgeführt werden. Zum anderen kommt es unter Beobachtung zu einer Bewertungsangst. Während bei dominanten Reaktionen klarer ist, zu welchem Ausgang die Situation führt, ist dies bei nicht-dominanten Reaktionen nicht so einfach abzusehen. Die Bewertung könnte also bei einer nicht-dominanten Reaktion schlechter ausfallen.<br><br>Einen weiteren <a href="https://instantpsycho.de/kognitive-verzerrungen-wie-wird-unser-verhalten-unter-ungewissheit-beeinflusst/">Beitrag zum Thema kognitive Verzerrungen</a> findest Du im Magazin. Außerdem gibt es <a href="https://instantpsycho.de/buchtipps/">hier einige Lesetipps</a>, die Dir tiefere Einblicke in das Thema ermöglichen.<br><br>Ein wissenschaftliches Paper zum Thema Triebtheorie <a href="https://www.grin.com/document/67848" target="_blank" rel="noreferrer noopener">findest Du hier</a>.</p>
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		<title>Veränderungsblindheit: Wenn wir das Offensichtliche nicht sehen</title>
		<link>https://instantpsycho.de/veraenderungsblindheit-wenn-wir-das-offensichtliche-nicht-sehen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Julian Cunow]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 12 Jun 2021 22:11:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Magazin]]></category>
		<category><![CDATA[aufmerksamkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Bias]]></category>
		<category><![CDATA[blindheit]]></category>
		<category><![CDATA[veränderung]]></category>
		<category><![CDATA[verzerrung]]></category>
		<category><![CDATA[Wahrnehmung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8220;Hast Du eine neue Frisur?&#8221;. Das ist bestimmt jeden schon mal passiert. Da hat sich etwas grundlegend verändert, und lange</p>
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<p>&#8220;Hast Du eine neue Frisur?&#8221;. Das ist bestimmt jeden schon mal passiert. Da hat sich etwas grundlegend verändert, und lange ist es einem selbst gar nicht aufgefallen. Bei kleineren Änderungen bemerkt man es vielleicht gar nicht, bei größeren Veränderungen schimmert es einem dann doch meistens irgendwann. Menschen tendieren dazu insbesondere die Dinge wahrzunehmen, denen sie eine Bedeutung geben. In einem Experiment zur Veränderungsblindheit haben die beiden Psychologen Simons und Levin es 1998 auf die Spitze getrieben. Während ein Statist sich mit einem Passanten unterhält und nach dem Weg fragt, wird das Gespräch gestört. Zwei weitere eingeweihte Statisten tragen eine Tür zwischen den beiden Gesprächspartnern vorbei. Währenddessen wird der Gesprächspartner ausgetauscht. Der ursprüngliche Wegsuchende greift sich die Tür und verschwindet mit dieser aus der Szene. Der Proband bemerkt nicht, dass ihm auf einmal eine andere Person gegenüber steht.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Im Video: Wie es nicht auffällt, wenn plötzlich der Gesprächspartner wechselt</h2>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-4-3 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe loading="lazy" title="The &quot;Door&quot; Study" width="810" height="608" src="https://www.youtube.com/embed/FWSxSQsspiQ?start=34&#038;feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe>
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<h2 class="wp-block-heading">Veränderungen ohne Bedeutung bemerken wir oft nicht</h2>



<p>Das Ergebnis der Studie war, dass in 50% der Fälle der Proband nicht bemerkt hat, dass durch die Störung der Situation der Gesprächspartner ausgetauscht wurde. Einerseits wird durch die Fokussierung auf die Wegbeschreibung durch den Proband dessen Sinneswahrnehmung gelenkt und er nimmt beispielsweise seine Kleidung nicht mit voller Aufmerksamkeit wahr. Andererseits haben die Eigenschaften der Person keine sonderlich große Bedeutung für die Situation, in der sich beide befanden. Durch die fehlende Relevanz der Merkmale werden diese weniger verinnerlicht.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das Broadbent-Modell als Teil der Erklärung für die Veränderungsblindheit</h2>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" loading="lazy" width="810" height="295" src="https://i0.wp.com/instantpsycho.de/wp-content/uploads/2021/06/aufmerksamkeit-filter.png?resize=810%2C295&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-298" srcset="https://i0.wp.com/instantpsycho.de/wp-content/uploads/2021/06/aufmerksamkeit-filter.png?resize=1024%2C373&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/instantpsycho.de/wp-content/uploads/2021/06/aufmerksamkeit-filter.png?resize=300%2C109&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/instantpsycho.de/wp-content/uploads/2021/06/aufmerksamkeit-filter.png?resize=768%2C280&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/instantpsycho.de/wp-content/uploads/2021/06/aufmerksamkeit-filter.png?w=1196&amp;ssl=1 1196w, https://i0.wp.com/instantpsycho.de/wp-content/uploads/2021/06/aufmerksamkeit-filter.png?resize=16%2C6&amp;ssl=1 16w" sizes="(max-width: 810px) 100vw, 810px" data-recalc-dims="1" /><figcaption>Filtertheorie der Aufmerksamkeit nach Broadbent (1958)</figcaption></figure>



<p>Ein Modell, das die verminderte Aufmerksamkeit des Probanden erklären kann, ist das Modell der Filtertheorie von Broadbent (siehe Grafik). Er geht davon aus, dass wir nur beschränkte Ressourcen zur Verarbeitung von Reizen besitzen. Über einen selektiven Filter werden Informationen aus unserem sensorischen Speicher, in dem Informationen durch Reize gesammelt werden, herausgefiltert. So gelangen nur Informationen mit einer Relevanz in den Fokus unserer Aufmerksamkeit und dann ins Bewusstsein.</p>



<p>Du interessierst sich für weitere kognitive Verzerrungseffekte? Einige habe ich <a href="https://instantpsycho.de/kognitive-verzerrungen-wie-wird-unser-verhalten-unter-ungewissheit-beeinflusst/">in diesem Blogbeitrag</a> gesammelt!</p>



<p>Quellen:<br><a href="https://www.researchgate.net/publication/225457107_Failure_to_detect_change_to_people_during_a_real-world_interaction" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Simons, Daniel &amp; Levin, Daniel. (1998). Failure to detect change to people during a real-world interaction. Psychonomic Bulletin &amp; Review. 5. 644-649. 10.3758/BF03208840.</a></p>
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